Die anstehende Landratswahl ist eine wichtige Entscheidung für die Zukunft des Kreises Pinneberg. Umso wichtiger ist es, dass die Kandidaten größtmögliche Transparenz zeigen und offene Fragen nicht unbeantwortet lassen.
Im Zusammenhang mit dem 6,8-Millionen-Euro-Vorgang in der Kreisverwaltung fordere ich Andreas Köhler auf, seine Rolle und seinen Kenntnisstand öffentlich darzulegen. Darüber hinaus erwarte ich eine klare Stellungnahme zu Hinweisen auf ein mögliches Disziplinarverfahren.
Wer die Verantwortung für unsere Kreisverwaltung übernehmen möchte, muss bereit sein, auch unangenehme Fragen offen und nachvollziehbar zu beantworten. Meine vollständige Pressemitteilung dazu finden Sie nachfolgend:
PRESSEMITTEILUNG
Heisig fordert Aufklärung vor Landratswahl: Welche Rolle spielte Andreas Köhler beim 6,8-Millionen-Vorgang?
Der FDP-Kreistagsabgeordnete Tobias Heisig fordert den Landratskandidaten Andreas Köhler auf, noch vor der anstehenden Wahl öffentlich Stellung zu seiner Rolle im Zusammenhang mit dem 6,8-Millionen-Euro-Vorgang in der Kreisverwaltung zu beziehen.
„Es geht um Millionenbeträge, gravierende Versäumnisse innerhalb der Kreisverwaltung und die Frage, wer künftig an ihrer Spitze stehen soll. Wer sich um das Amt des Landrats bewirbt, muss offenlegen, was er wusste, wann er davon erfahren hat und ob er selbst in irgendeiner Form mit dem Vorgang befasst war“, erklärt Heisig.
Andreas Köhler hatte bislang erklärt, mit dem Vorgang nichts zu tun gehabt und erst Anfang 2025 davon erfahren zu haben. Für Heisig bleiben dennoch wesentliche Fragen offen.
„Herr Köhler sollte klar und nachvollziehbar erklären, ob er mit den nicht fristgerecht beantragten Erstattungen tatsächlich überhaupt nichts zu tun hatte, ob er vor Anfang 2025 keinerlei Kenntnis davon besaß und welche Schritte er nach Bekanntwerden des Vorgangs unternommen hat. Bei einem Schaden dieser Größenordnung reicht es nicht, lediglich auf die Zuständigkeit eines anderen Fachbereichs zu verweisen“, so Heisig.
Darüber hinaus fordert Heisig Klarheit über mögliche disziplinarrechtliche Vorgänge.
„Aus Verwaltungskreisen sind mir Hinweise auf ein mögliches Disziplinarverfahren gegen Herrn Köhler zugetragen worden. Auch hierzu erwarte ich eine eindeutige öffentliche Stellungnahme: Läuft gegen ihn ein Disziplinarverfahren oder nicht? Und falls ja, steht dieses in einem Zusammenhang mit dem 6,8-Millionen-Euro-Vorgang? Diese Fragen müssen vor der Wahl beantwortet werden.“
Für Heisig ist Transparenz eine grundlegende Voraussetzung für die Besetzung des Landratsamtes.
„Der Kreistag darf seine Entscheidung nicht treffen, solange zentrale Fragen zur Rolle eines Kandidaten und zu möglichen disziplinarrechtlichen Vorgängen offen sind. Wer Landrat werden will, muss Vertrauen schaffen. Das beginnt damit, auch unangenehme Fragen klar und öffentlich zu beantworten.“
Tobias Heisig
FDP-Kreistagsabgeordneter im Kreis Pinneberg












